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Eintracht Frankfurt beats Barça and stands in the semi-finals

Barça-Coach Xavi nahm nach dem furiosen 3:2-Sieg bei Kellerkind Levante – bei dem der deutsche Nationalkeeper ter Stegen immerhin einen von gleich drei Elfmetern hielt – drei Wechsel vor: Pedri, Gavi und Mingueza begannen für Frenkie de Jong, Nico (beide Bank) und dem nicht in der Europa League spielberechtigten Dani Alves.

Auch Frankfurts Trainer Oliver Glasner setzte im Vergleich zur 1:2-Niederlage gegen Freiburg auf drei neue Spieler: Toure, Jakic und Kamada starteten anstelle von Tuta (Gelb-Rot-Sperre), Sow (Zerrung im Knie, nicht im Kader) und Hauge (Bank).

Schon wieder ein Elfmeter gegen Barça: Kostic verwandelt sicher

Die “Steigerung zu fantastisch” sei nötig, hatte SGE-Coach Glasner vor dem Spiel gesagt. Und so viel sei gesagt: Die Zuschauer bekamen diese zu sehen. Wie schon beim 1:1 im Hinspiel agierte Frankfurt mutig und ließ Barcelona im eigenen Stadion kaum zur Entfaltung kommen. Es wurde direkt um jeden Ball gekämpft.

Bei den Katalanen verstand Innenverteidiger Garcia scheinbar etwas falsch, denn er rang Lindström zu Boden – und das im Strafraum (3.). Somit verschuldete der FCB den vierten Elfmeter im zweiten Spiel hintereinander. Kostic war das egal: Er trat vom Punkt an und verwandelte sicher zur viel umjubelten frühen Führung (4.). Die von Glasner geforderte Effizienz wurde also direkt umgesetzt.

Katalanen ideenlos – Borrés Hammer

Mit dem 1:0 im Rücken blieb Frankfurt stabil und ließ kaum etwas zu. Barcelona lief an, zu häufig aber ideenlos. Lediglich Aubameyang per Kopf (9.) hatte eine gute Gelegenheit. Insgesamt fand Barça trotz hoher Ballbesitzwerte schlicht kein Durchkommen gegen clever verteidigende Gäste, die stark dagegen hielten.

FC Barcelona - Eintracht Frankfurt | Highlights - Viertelfinal | Europa League 2021/22

Die Frankfurter setzten stattdessen Nadelstiche und konterten, wie etwa durch Knauff (34.), dem bei seinem Abschluss die Kraft etwas fehlte. Das Gegenteil war wenig später beim Schuss von Borré der Fall: Der Angreifer schoss aus der Distanz wuchtig genau unter die Latte zum 2:0 (36.). Knauff erhöhte noch vor der Pause fast zum 3:0, es fehlten dem Youngster aber wenige Zentimeter (44.).

Aubameyang lässt das 1:2 liegen

Mit Wiederanpfiff erstarkte Barcelona und hatte unmittelbar nach dem Anstoß die Riesenchance auf den Anschlusstreffer: Nach Dembelés starkem Pass verfehlte Aubameyang aus nächster Nähe das Tor (47.). Fortan spielte sich Barça in der gegnerischen Hälfte fest, allen voran der Ex-Dortmunder Dembelé sorgte für Betrieb. Ein anderer stellte Trapp vor seine bis dahin größte Aufgabe: Aubameyang, der den Ball diesmal traf, aber nicht am Keeper vorbeifand (55.).

Die Hausherren, bei denen Teile der Fans zu Beginn der zweiten Hälfte kurzzeitig protestierten und erst nach zehn Minuten zurückkamen, erhöhten mehr und mehr den Druck. Für Konter waren sie aber anfällig: Ter Stegen musste nach einer feinen Kombination der SGE gegen Lindström retten (58.).

Dritter Scorerpunkt für Kostic

Im Gegensatz zum Spiel, das wegen technischer Probleme beim Schiedsrichter kurzzeitig unterbrochen werden musste, nahm sich Frankfurt dann keine Pause: Gegen die schlafende FCB-Abwehr durfte Kostic abschließen – er bedankte sich mit seinem zweiten Treffer und der dritten Torbeteiligung des Abends.

Lange Nachspielzeit und zwei Tore für Barça – Ndicka fliegt

Die Schlussphase hatte es noch einmal in sich: Zunächst resignierte Barcelona weitgehend und hatte Glück, nicht noch ein Tor zu kassieren. Kamada (78.) schlenzte knapp am Tor vorbei. Busquets vermeintliches 1:3 wurde nach Sichten der Bilder am Monitor vom Referee derweil zurückgenommen (85.). Zu Beginn der neunminütigen Nachspielzeit traf Barcelonas Kapitän doch noch sehenswert (90.+1) – es folgten turbulente Sequenzen mit einigen Barça-Chancen.

Den Hausherren gelang sogar noch das 2:3. Per Elfmeter, in allerletzter Sekunde (90.+11, Depay). Frankfurt dagegen verlor Ndicka, der nach seinem Foul an Luuk de Jong noch Gelb-Rot sah (90.+10). Dennoch gewann die SGE, die am 28. April nach London zu West Ham United reisen wird und im Halbfinale der Europa League steht.

Am Sonntag (17.30 Uhr) geht es für Frankfurt in der Bundesliga bei Union Berlin weiter. Barça empfängt erst am Montagabend (21 Uhr) den FC Cadiz.